HEIMATMUSEUM SISSACH

Das schöne Haus, in dem die Bürgergemeinde ihre Sammlung präsentiert, wird bereits 1807 als Dépendance des Gasthofs Sonne erwähnt. Wie damals führt eine breite Holztreppe in den alten Tanzsaal im ersten Stock.

Gezeigt wird eine im Kanton einzigartige Sammlung von Baselbieter Trachten aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit dem dazugehörenden Silberschmuck. In den Wandvitrinen findet man Glas und Porzellan, alte Backmodel aus Holz und Ton, sowie Fundstücke aus der Ruine Bischofstein.

In der ursprünglich offenen Laube hängt die bedeutende Waffensammlung. In ihrem Kern 1922 von der Bürgergemeinde erworben, bildet sie den eigentlichen Grundstock des Museums. Sie reicht von Halbarten, Spiessen und Degen, über Jagdwaffen und Pistolen bis zu Säbeln und Gewehren aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Besonders schön ist die umfangreiche Sammlung reich verzierter Pulverhörner.

Die ehemaligen Ökonomieräume im Erdgeschoss werden ebenfalls für das Museum genutzt. Hier wird "dem Seidenband" ein Denkmal gesetzt, mit vielen Musterbüchern und Bändeln in den Vitrinen. Ein elektrisch betriebener Bandwebstuhl mit Lochkartensystem nimmt den grössten Teil der Posamenterstube ein. Daneben steht eine kleinere Bändelmühle, die noch von Hand angetrieben wird.

Gegenüber der kleinen Küche mit Lochherd und Rauchfang gibt es ein Café für die Besucher des Museums.

 

 

HMS 19XX 

Die Entstehung des Heimatmuseums Sissach

Das Sissacher Bürgermuseum ist eine der ältesten Gründungen dieser Art in der NW-Schweiz. Es besteht seit 1922. Als der Bürgergemeinde von einem hiesigen Altertumsfreund (Julius Oberer-Wachter) eine Waffensammlung angeboten wurde, griff sie zu und hat den grössten Teil der Objekte für 6`000,-- erworben. Damit war der Grundstein zum Heimatmuseum Sissach gelegt. Jahrzehntelang war das Museum im Primarschulhaus Sissach untergebracht. Als es immer umfangreicher wurde, hat die Bürgerschaft beschlossen, die Ausstellung in den „alten Tanzsaal" des Gasthofes „Sonne", ein freistehendes Gebäude (Dependance) hinter der „Sonne" umzusiedeln, das mietweise zur Verfügung gestellt wurde. 1946 konnte das Gebäude für 37'000.-- gekauft werden. Somit hatte das Museum eine bleibende Stätte. Damals hatte die Bürgergemeinde wegen der kriegsbedingten Uebernutzung ihrer Waldungen eine volle Kasse, im Gegensatz zur Einwohnergemeinde. Nach einer Renovationszeit war im Mai 1947 offizielle Eröffnung des 1. Stockes mit Tanz-saal, Schankzimmer (Sissacher Stube) und Laubenanbau. Im Jahre 1979, nach 32 Mietjahren, zog die Telefonverwaltung in ihren Neubau an der Zunzgerstrasse. Nach dreijähriger Renovationszeit mit Dachstocksanierung und Parterreurnbau konnte 1982 das Webzentrum, die Posamenterstube, Bottenwagen mit Pferd, Seidenbildern und Bändelmusterbüchern, sowie einer antiken Küche und einem Wechselausstellungsraum (heute Museumskaffee) feierlich eingeweiht werden. 1988 hat erneut eine Renovation, Fenstererneuerung, totale Aussenrenovation des Gebäudes stattgefunden. Die Isolation der kalten Laube und des gesamten Estrich- und Dachstockes wurde durch die Mitglieder der Museumskommission und freiwilligen Helferinnen und Helfern in vielen Fronarbeitsstunden ausgeführt.
Der heutige Umfang des Ausstellungsgutes ist weitgehend dem langjährigen Gemeinde-verwalter Jakob Horand, und seiner Tochter Elsbeth zu verdanken. Die Ausstellung ,,Dem Seidenband ein Denkmal" im Parterre ist auf die Initiative des damaligen BR-Präsidenten Paul von Arx zurückzuführen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

 HMS 1922  A

HMS Haus 1922 C

HMS Haus 1922 B

HEIMATMUSEUM SISSACH Zunzgerstrasse 2   CH-4450 Sissach

Museumsführungen nach Vereinbarung / Anfragen unter Tel. 061 971 11 77 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Geöffnet jeweils am 1. Sonntag des Monats (ausser Juli und August), von 11.00 - 16.00 Uhr durchgehend.

Webstühle in Betrieb von 11.00 - 12.00 Uhr und 14.00 - 15.00 Uhr

VS Artikel HMS 2016